Freie Wohlfahrt trägt soziale Infrastruktur in Deutschland
Die Freie Wohlfahrtspflege ist eine tragende Säule des Sozialstaats und ein unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge in Deutschland. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), der Mitglied die AWO ist: Bundesweit sichern 125.452 Einrichtungen und Dienste Versorgung, Beratung und Teilhabe. Mehr als 2,17 Millionen Beschäftigte arbeiten in der Freien Wohlfahrtspflege, hinzu kommen rund drei Millionen freiwillig Engagierte. Die Dimension ist erheblich: Fast jede zweite Kindertageseinrichtung in Deutschland gehört zur Freien Wohlfahrtspflege. Sie trägt zudem große Teile der Pflege- und Altenhilfeinfrastruktur, betreibt nahezu ein Drittel der Krankenhäuser und unterstützt Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Soziale Infrastruktur, die vor Ort wirkt Die Freie Wohlfahrtspflege macht staatliche Verantwortung vor Ort wirksam. Ihre Einrichtungen und Dienste schaffen Teilhabe, sichern Versorgung und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein handlungsfähiger Staat braucht deshalb starke Partnerinnen und Partner in der Zivilgesellschaft. „Die Freie Wohlfahrt ist eine zentrale Voraussetzung für einen handlungsfähigen Sozialstaat und eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Mit mehr als zwei Millionen Beschäftigten, drei Millionen freiwillig Engagierten und einem dichten Netz sozialer Dienste sorgt sie jeden Tag dafür, dass Menschen Unterstützung erhalten und Teilhabe möglich bleibt“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). „Wer den Sozialstaat reformieren will, muss die Expertise der Freien Wohlfahrtspflege einbeziehen. Unsere Verbände kennen die soziale Wirklichkeit vor Ort und bringen dieses Praxiswissen aktiv in Reformprozesse ein.“ Die Angebote der Freien Wohlfahrt ermöglichen aber zugleich Erwerbstätigkeit, entlasten Familien und stärken Teilhabe. Investitionen in die Freie Wohlfahrtspflege sind deshalb Investitionen in Deutschlands Zukunftsfähigkeit. Reformen gelingen nur mit Praxiswissen. Die BAGFW appelliert an Politik und Verwaltung, die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege frühzeitig und verbindlich an der Weiterentwicklung des Sozialstaats zu beteiligen. Wirksame Reformen entstehen dort, wo politische Ziele mit Erfahrungen aus der Praxis zusammengeführt werden.
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